Der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung

Viele, die in den Privaten Krankenversicherungen (PKV) versichert sind, haben Angst vor zukünftigen Beitragssteigerungen. Immerhin waren Beitragserhöhungen von bis zu 27% bei gleichen Leistungen in einigen PKV keine Seltenheit. Einige PKV haben in den letzten Jahren die Beiträge sogar verdoppelt. Viele Privatpatienten versuchen deshalb, wieder in einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen zu werden.
Der Gesetzgeber verbietet prinzipiell, dass junge Menschen, die das dürfen, in die PKV wechseln und im Alter, wenn sie Leistungen benötigen, in die GKV zurückkehren. Der Weg zurück in die GKV ist oft sehr kompliziert.
Eine Rückkehr in eine GKV ist für alle nicht möglich, die über 55 Jahre sind und in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren.
Eine Rückkehr kann dann in Angriff genommen werden, wenn das Einkommen mindestens ein Jahr unter der Versicherungspflichtgrenze lag und der betreffende jünger als 55 Jahre ist. Beim Eintritt in die Rente kann dann die GKV lebenslang weiter geführt werden.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann es auch sinnvoll sein, den Tarif in der PKV zu wechseln. Durch vereinbarte Selbstbeteiligungen kann die Beitragshöhe verringert werden. Oder der Versicherungsnehmer wechselt in den Basistarif seiner PKV. In diesem Tarif sind die Beiträge mit denen der GKV vergleichbar und die Leistungen orientieren sich an den GKV.
Wichtig ist, dass schon in jungen Jahren der Wechsel zur richtigen Krankenversicherung sehr wichtig ist, damit auch später keine komplizierte Veränderung erfolgen muss. Für Familien mit Kindern ist es immer sinnvoll, wenn ein Partner in der GKV bleibt und dort die Kinder beitragsfrei mit versichert werden. In den PKV gibt es keine beitragsfreie Mitversicherung. Hier muss jeder Versicherungsnehmer einen eigenen Vertrag abschließen und auch Beiträge zahlen.

Da die Gesetze teilweise sehr verworren und für den Laien unverständlich sind, kann ein unabhängiger Versicherungsberater helfen. Auch im Internet kann jeder Hilfe und Unterstützung bekommen (z.B. bei der Suche nach den Begriffen „Wechsel in die GKV“).
Ein Vergleich der Krankenkassen-Tarife sollte in jedem Fall durchgeführt werden, da sich die Leistungen der Tarife zum Teil sehr stark unterscheiden.

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